Hamburg / Germany
Annika
warum ich grinse...? Kopfkino!


Like all great travellers
I have seen more than I remember
and remember more than I have seen.

Benjamin Disraeli
Auckland / New Zealand
 

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Picton...?

Picton...!

Ja ich bin immer noch in Picton und das seit 2,5 Wochen. Jetzt fragt ihr euch sicherlich, was mich so lange an einem Ort hält. Ich hab hier einen Job gefunden. Zwar keinen Job mit dem ich Geld verdienen kann, aber ich spare ein wenig.
Ich arbeite hier in einem Hostel für Unterkunft. Das heißt, ich putze 6x die Woche 2 Stunden morgens und kann dann dafür hier umsonst schlafen. Freitag gibt es sogar noch bezahltes essen und kaffee und Tee ist hier auch frei. Hinzu gibt es jeden Abend leckeren Schokopudding und einen Hot Pool, also einen Whirpool :)

Das Wetter war bis jetzt leider noch nicht so gut, deswegen hab ich auch darauf verzichtet einen Blogeintrag zu schreiben, weil ich euch gar keine schönen Fotos zeigen kann. Letzten Montag hat es geschüttet wie aus Eimern, das war schon fast nicht mehr normal. Ich würde mal sagen: Herzlichen Willkommen Klimawandel!

Das arbeiten hier ist echt cool und ich bin auch nicht alleine. Hier sind noch drei andere Deutsche mit mir, Kay, Michael und Sandra und dann noch Tim und ein etwas älteres englisches pärchen, die auch über Weihnachten hier sind.


Weihnachten und Silvester wird also hier im Hostel verbracht. Ist für mich echt schön Weihnachten mit ein paar leuten zu verbringen, mit denen ich jetzt schon ein bisschen länger zusammen bin. Auch wenn mir zu Hause natürlich fehlt :(

Aber ich muss sagen, bevorzuge 20°C und Regen im gegensatz zu -10°C und Schnee :) Auch wenn weiße Weihnacht mal was hätte... aber ist ja klar, das sowas passiert, wenn ich nicht da bin. Aber damit finde ich mich ab.

Ein paar Fotos kann ich euch jetzt schonmal zeigen, wir waren heute am Strand. Total komisch... am 23.12, einen tag vor Heiligabend am Strand zu liegen und sich zu sonnen... Einfach total verrückt.



Um nochmal zu Picton zu kommen.
Picton ist eine recht kleine Stadt direkt in den Marlborough Sounds. Die Marlborough Sounds sind im Norden der Südinsel. Ja ich hab geschrieben, dass ich die Fähre zur Südinsel genommen habe. Hier in Picton kommt die Fähre aus Wellington an und fährt auch wieder zurück. Die Marlborough Sounds sind eine Fjordlandschaft und einfach nur Wunderschön. Das ist wirklich fast wie im Paradies muss ich zugeben. Durch diese Natur um Picton rum, gibt es hier viele Walkingtracks, die ich auch zu Fuß erreichen kann. Es gibt hier verschiedene Look out punkte und man kann zu einer Schnauze eines Fjords gehen. Einfach alles wunderschön und wie gesagt, nicht weit weg. Deswegen ist es hier auch aushaltbar für ein paar Wochen. Nicht viel los, aber die Natur um mich rum einfach nur herrlich.

Heute Nacht hatten wir sogar einen besonderen Besucher bei uns im Zimmer, aber seht selbst ;) (NEIN nicht der Weihnachtsmann^^)


Weihnachten werden wir hier ein Barbecue veranstalten im Hostel, freu ich mich schon drauf. Das ist mal was anderes an Weihnachten ;)

Und damit wünsch ich euch allen angenehme Festtage. Ich hoffe ihr wart artig und werdet reich beschenkt. Und auch schonmal einen guten Rutsch ins Jahr 2011!!! (Ich werd als erstes im Jahr 2011 sein :D )

Montag, 6. Dezember 2010

Rotorura, Taupo...

... und der Tongariro Alpine Crossing Track

Da es für mich auch keine Job in Gisborne gab, hab ich mich am Montag zurück nach Rotorua bewegt. Ich hab dann beschlossen mal ein wenig sightseeing zu machen, schließlich bin ich hier um das land zu sehen und nicht um zu arbeiten. Hier in Rotorua bin ich einem richtig netten hostel. Die leute hier sind cool und auch sonst ist es sauber, die küche super und das bad auch.
Das einzige Problem... Es riecht hier überall nach verfaulten Eiern. Das liegt daran, das hier überall Gas austritt, H2S, Schwefelwasserstoff, was nach verfaulten Eiern stinkt. Aber ein gutes hat es... Forscher haben herausgefunden das es die Potenz des mannes steigern soll, das Gas, und deswegen hat sich Hugh Heffner hier gleich mal ein Haus gekauft... So viel dazu ;)
Montag hab ich mich dann ein wenig in der Stadt umgeschaut und ich muss sagen, dass es mir hier richtig gut gefällt. Die Stadt es wirklich wunderschön und man hat hier einen See direkt vor der nase. Der enthält aber so viel salz, das man denkt man ist am Meer.
Am Dienstag hab ich mir dann sightseeing gegönnt. Ich war im Thermalen Wunderland Wai-o-Tapu. Wai-o-Tapu ist eine Thermal Landschaft mit vielen verschiedenen pools, die durch verschiedene Salze und Gase verfärbt sind. Zudem sind die meisten heiß, ca 100°C... Am beeindruckensden fand ich Devil's Bath. Das Wasser war wirklich grün... auf den Fotos sieht es leider nicht so beeindruckend aus wie in echt.
Das zweite war dann der Champanger Pool. Dort blubbert es wirklich wie in einem champanga glas und es dampft... Und der dampf ist natürlich warm... man hab ich geschwitzt... Sonne von oben... Warmer Dampf von der seite wie in der Sauna... Die Dusche abends war schonmal reserviert für mich.
Bevor wir in den Park gegangen sind haben wir noch an einem riesigen Mud Pool halt gemacht. dies ist ein großer See der aus schlamm besteht und vor sich hin blubbert... Der schöne Schlamm wird für Gesichtsmasken benutz. Sich dort direkt reinlegen kann man nicht, weil es zu heiß ist. Diese heißen Mud Pools entstehen dadurch, das dort an der Stelle heißes Gas austritt, ca 300°C. Diese hitze lässt das gestein zerbröseln und wenn dann noch regen dazu kommt, hat man den schönen schlamm, der dann vor sich hin blubbert.
Nach dem Mud Pool haben wir uns noch den berühmen Lady gnox geysier angeguckt. Dort wird jeden Tag um 10:15 etwas Waschpulver hineingeschütet damit er ausbricht. War natürlich auch beeindruckend.
Alles in allem ein sehr gelungener Tag.


Später hab ich mich dann spontan entschieden am nächsten tag Hobbiton zu besuchen. Hobbiton ist das Filmset von "Der Herr der Ringe". Die Stadt in der Nähe dort heißt Matamata.
Im Reiseführer stand das es nicht wirklich beeindruckend ist, man zahlt $50 eintritt und sieht dann grüne hügel mit löchern drin, weil alle requisiten zerstört worden sind nach abschluss des drehs, ABER... :D
Da sie ja jetzt den Hobbit auch verfilmen, haben sie alles wieder aufgebaut und jetzt war es eine richtig gute zeit das filmset zubesuchen.
Leider darf ich nicht mehr darüber berichten oder irgendwelche Fotos zeigen. Ich musste vorher unterschreiben, das ich nichts über meinen besuch bei Facebook oder in blogs veröffentliche, weil alles top secret ist. Alles noch streng geheim.
Aber ich kann euch sagen: Es hat sich gelohnt :D
Ein paar storys, wie sich andere besucher benommen haben, möchte ich euch trotzdem nicht vorenthalten.
Die meisten von euch haben ja "Der Herr der Ringe" sicherlich gesehen. Dann wisst ihr auch, das hobbits klein sind... Nun kommen da einige fans auch verkleidet an und es war auch ein spezieller hobbit unter den besuchern. Der Typ war halt auch als hobbit verkleidet und der guide hat ihn gefragt, ob er nicht lieber ein elf sein möchte mit seiner größe.?! Weil er 2,20m groß war ^^ Aber nein er wollte umbedingt ein hobbit sein.
Dann haben die Elfen ja ihre eigene sprache und Tolkin hat diese sprache komplett entwickelt, mit alphabet etc. Es war dann ein Pärchen dort, die beide elfisch gesprochen haben... ja ihr lest richtig, die haben fließend elfisch gesprochen. Und da die Frau nicht so gut englisch verstanden hat, hat der mann ihr alles immer ins elfische übersetzt. Ich mein das ist doch echt verrückt oder nicht?
Aber die für mich verrückteste story kommt jetzt. Dort war ein Besucher, der sich im Shop dort den "einen Ring" für $750 gekauft hat. Ist halt auch echtes gold. Und er ist ja auch schön mit der elfenschrift... naja aber was hat er mit dem ring gemacht?
Er hat sich einen helikopterflug über den Schicksalsberg gebucht und über dem berg den ring dann runtergeworfen um sagen zu können er habe den einen ring zerstört... so viel dazu ;)

Donnerstag hab ich mich dann in den Bus gesetzt und bin nach Taupo gefahren. Ist nur ca ne Stunde von Rotorura entfernt, deswegen ging es recht fix. Ich war dann auch gegen 14 Uhr im Hostel und bin dann noch ein wenig in Taupo rumgelaufen. Kleine nette Touri stadt, die direkt an einem riesigen see liegt.
Dann hab ich auf meinem Zimmer ein mädl aus österreich, Kristin.
Wir haben über unsere pläne für den nächsten tag geredet und sie hat mir erzählt das sie das Tongario Alpin Crossing morgen macht.
Da ich ja in Neuseeland bin und spontan sein kann, hab ich gesagt, komm ich mit.
Wir sind dann Freitag morgen um 5:40Uhr mit einem Bus hier am Hostel abgeholt worden und sind ca 1,5 Stunden zum beginn des walking tracks gefahren.
Es wird gesagt, das dieser Track der schönste Tagestrack ist den man machen kann in Neuseeland und ich sag euch... Ich hab mir nicht zu viel versprochen... Einfach der Wahnsinn, aber der Reihe nach.
Gestartet bin ich dann um 7:30 Uhr auf 1150m. Für mich als Flachlandkind ist das ja echt schon hoch ;)


Von dort ging es dann DURCH die Wolken langsam, aber stetig bergauf bis man dann schließlich nach ca 45min bei den Soda Springs ankommt. Ist jetzt nicht wirklich beeindruckend, ist ein kleiner Wasserfall. Aber die Landschaft bis dahin ist schon athemberaubend... insofern man was durch die wolken gesehen hat;)


Aber dann gehts richtig los... Von dort geht es dann weiter zu den Devils Stairs, also den Teufelsstuffen... und verflucht ja... das sind teufelsstuffen.
Ich glaube es war ganz gut das ich nicht gesehen habe wie weit ich noch gehen muss, weil die wolken immer noch so dicht waren. Aber dort ging es dann ca ne Stunde Bergauf und Stuffen hoch... Man landet dann im South Crater auf 1600m höhe.

Dort denkt man dann echt man ist in einer anderen Welt. Wie auf dem Mond oder so. Zu beiden seiten Felsen und dann geht man mitten durch einen Krater... Eine große Staublandschaft sozusagen... Rechts kann man dann Mt. Ngauruhoe sehen oder besser bekannt als Mt. Doom oder für uns deutschen "Der Schicksalsberg" aus "Der Herr der Ringe". Man kann auch optional auf den gipfel des Mt. Doom, aber dort hoch ist kein ausgewiesener Track und das hab ich mir dann doch mal gesparrt ;) Bin ja noch nicht so wirklich Alpin erfahren.

Wenn man den South Crater passiert hat, was nicht wirklich lange dauert geht es echt noch mal richtig richtig hoch. Ca 30 min nur bergauf und das ganz schön steil und nicht gerade gesichert. Also hätte ich da nen falschen schritt getätigt wäre ich zurück im South Crater ;) Aber ich bin sicher hochgekommen und, ja ich gebe es zu, war ganz schön am keuchen. Dort oben ist es dann nicht mehr ganz so weit um auf die spitze zum Red Crater 1886m zu gelangen.
Ich hab mir aber gesagt, ich will noch einen Berg erklimmen und hab einen seitenweg eingeschlagen zum Mt. Tongariro. Mt. Tongariro ist 1967m hoch. Das war dann nochmal ne gute Stunde bis zur spitze aber es hat sich echt gelohnt. Es war der Wahnsinn, vorallem sind dann alle schmerzen vergessen.
Von Mt. Tongariro wieder zurück musste ich dann noch den Red Crater überwinden und hatte dann einen wundervollen blick auf die Emerald Lakes. Die Farben, einfach der Wahnsinn... das sag ich euch... Hellblau und dunkelblau und ein wenig gelb... und dann hat es dort auch noch ein wenig gequalmt und wieder nach verfaulten Eiern gerochen. Es ist halt ein aktives vulkangebiet, welches ich heute durchquert habe.


Hintern dem Emerald Lakes durchquert man dann den Central Crater, wo man wirklich sehen kann, das da mal lavla geflossen ist... mitten im Central Crater hat man eine große schwarze gesteinsmasse mit fließ muster sozusagen. Wenn man den Central Crater durchquert hat muss man seine kräfte ein letztes mal sammeln um den kleinen aufstieg zum Blue Lake zu schaffen. Das ist aber Kinderkram im gegensatz zu den restlichen aufstiegen die ich heute schon hinter mir hatte...


Vom Blue Lake geht es dann eigentlich nur noch Bergab bis man bei einer Hütte ankommt. In der Hütte kann man übernachten, wenn man eine Mehrtagestour in dem gebiet macht. Die Hütte liegt auf 1454m. Von der Hütte sind es dann noch ca 2 Stunden bis man beim Car Park ankommt, wo man dann wieder eingesammelt wird.

Der Carpark liegt dann auf 750m. Die letzten 45m kommt man in ein waldgebiet beim abstieg... Es ist wunderschön aber ich konnte es nicht wirklich genießen... Ich wollte einfach nur noch zum Car Park kommen und mich in den Bus setzten und zurück zum Hostel.
Meine Füße taten mir weh... meine Beine... mein Rücken... Fast alles ^^
Um 15:15Uhr war ich dann zurück beim Car Park und konnte mich direkt in den Bus setzen. Ich war also gute 8 Stunden unterwegs und hab in der Zeit 23km zurück gelegt und wir ihr gelesen habt, nicht flach sondern bergauf... *ächz*Ich musste dann aber noch ein wenig warten bis wir zurück zum Hostel gefahren sind.
Im Hostel hieß es als erstes: Duschen.
Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so extrem geschwitz habe, vorallem bei den Devils stairs und hoch zum Red Crater.
Aber ich habe es geschafft und die schmerzen war es definitiv wert!
Ich bin stolz auf mich selber das ich das so gut geschafft habe und sogar noch Mt. Tongariro erkommen habe!


Samstag hab ich mich dann schon wieder aus Taupo wegbewegt. Jetzt hab ich meinen Walk an den Wasserfällen, also zu den Huka Falls nicht geschafft, aber die laufen mir ja nicht weg ;)
Nach 7 Stunden Busfahrt bin ich dann Abends um 20 Uhr in Wellington angekommen. Der Bus hielt genau vor dem Hostel was natürlich sehr angenehm war.
Ich hatte vorher im Hostel angerufen und 2 Nächte reserviert was, und oh glück ist doch mal da, genau richtig war. Am Samstag war ein Konzert in Wellington von John Bon Jovi und somit war das komplette Hostel ausgebucht.
Das Hostel ist noch das best bewerteste im Hostel Guide von BBH und ich naja... da es auch "nur" 63% hat, hab ich mir nicht soviel versprochen, aber das was ich dann vorgefunden habe... Kein kommentar.
1. Ich war in einem 20 Bett Dorm Room. Ja ihr lest richtig, 20 Betten, die natürlich auch noch alle belegt waren.
2. Hab ich keine einzige Steckdose in dem großen Raum gefunden um mein Handy aufzuladen... Als ich dann an der Rezeption fragte, ob denn Steckdosen im Raum vorhanden seien, kam erstmal die gegenfrage ob ich denn überall an den wänden geguckt hätte... Wenn nicht, würde ich nicht fragen und ich solle es dann doch mal im "Cafe" versuchen.
Ja das Cafe... im 1 Stock ist direkt eine Bar + Cafe wo man essen kann. Muss man natürlich alles bezahlen. Also saß ich dort dann am Sonntag um 16 uhr um mein Handy aufzuladen und mit von der Partie waren schon 5 Voll betrunkene andere gäste die noch fröhlich weiter bier getrunken haben. Anscheinend haben sie die ganze nacht durchgefeiert oder so keine ahnung... der eine war so voll, das er nur noch auf der couch dort rumlag und gepennt hat und die anderen haben ihn mit edding vollgekritzelt. Meine stimmung hat das eindeutig nicht gehoben.
3. Die Küche... Ja eigentlich war die Küche vom ding her in ordnung, ABER... Der Kühlschrank, oder besser der Kühlraum... omg... eigentlich verwunderlich das mir da nichts entgegenkam als ich die tür aufgemacht habe.. doch okay ein gestank kam mir entgegen und als ich dann das licht angemacht habe, hab ich es so schnell wie möglich wieder ausgemacht. Gut das ich vorher alle verderblichen sachen in Taupo aufgebraucht hatte. Somit hab ich mir auch nichts neues gekauft und habe mich von instant nudeln und subway die zwei tage ernährt.
4. Am nächsten morgen wach ich auf und geh dann ersmtal zur toilette und was seh ich dann dort. Am waschbecken liegen aufgerissene kondompackungen rum... da war es dann entgültig vorbei.
5. Ich bin in einer großen stadt... okay groß für neuseeländische verhältnise und hab keine einzige bibliothek gefunden, in der ich mal ins internet kann.

Zusammen gefasst war ich einfach nur angepisst und war so froh das ich heute, Montag, die Fähre nehmen kann nach Picton auf die Südinsel. Keinen Tag und Nacht hätte ich das länger dort ausgehalten.

Aber um noch was schönes aus Wellington zu berichten. Dort ist ein großes Museum, was die Erdentstehung, Lebewese, Maori Kultur, Krieg etc abdeckt. Eigentlich alles erdenkliche. Und das beste ist, es ist kostenlos. Für bestimmte ausstellungen muss man dann ein extra ticket lösen, aber der rest ist sonst kostenlos. Dort hab ich mich dann 5 Stunden rumgetrieben, danach war meine Auffassunggabe dahin und ich hatte noch nichtmal alles gesehen.

So nun bin ich in Picton in einen richtig schönen Hostel. Hier ist das Wetter auch wieder besser und ich bin am überlegen wo es nach 2 Nächten hingeht...

Samstag, 27. November 2010

Gisborne...

... und die "Rere Rockslide" sweet as!

Letzten Montag hab ich dann endlich den Bus genommen und bin aus TePuke verschwunden. Keine lust mehr auf diese kleine "Stadt" gehabt.
Ich musste dann zwar 3 Stunden in Rotorua warten, aber das ging ganz gut.
Von Rotorua bin ich dann ca 5 Stunden nach Gisborne gefahren. Die Strecke war echt beeindruckend. Es geht später ca 2 Stunden die ganze zeit an einem Fluss entlang der in einem Tal zwischen zwei Hügelketten entlangfließt. Alles naturbelassen natürlich. In Deutschland würde man nen Tunnel gerade durchbohren, hier haste dann ein wenig das Achterbahnfeeling bei den Strecken. Der Busfahrer war auch sehr cool drauf... hat kurven die mit 50km/h ausgeschrieben waren sicherlich mit 75km/h oder so genommen. Aber ich hatte zu keiner zeit angst um mein leben ;)

In Gisborne angekommen war ich ein wenig enttäuscht. Im Reiseführer steht es sei die sonnigste stadt neuseelands, und was war? Es war bewölkt und hat sogar getröpfelt :(
Naja im Hostel angekommen hab ich natürlich gleich ein paar bekannte gesichter gesehen. 4 Mädls aus TePuke. Die waren aber nur noch eine nacht hier und sind dann weiter, weiß gar nicht mehr genau wohin.

Ich hab mich dann gleich mit ein paar anderen deutschen unterhalten... ja überall deutsche ;) und die meinten sie hätten hier arbeit. Eigentlich bin ich ja gar nicht wirlich mit der absicht hier zu arbeiten her gefahren... wollte mir die stadt eigentlich ein wenig angucken und wenn es arbeit gibt, nehm ich sie natürlich. Hab dann 5 Handynr insgesamt bekommen von potentiellen arbeitgebern und die dann auch gleich abtelefoniert... aber natürlich, bei meinem glück, braucht derzeit niemand jemanden. Naja ich hab mir dann aber gesagt, bleib ne Woche hier und guck ob sich nicht doch noch was ergibt.
Die stadt ist schöner als Tepuke, das hostel ist besser und du hast den strand vor der tür, was willste mehr.
Also hab ich mir am nächsten tag, am Dienstag gleich mal Gisborne ein wenig angeguckt. Es ist wirklich eine sehr schöne stadt. Hat eine süße kleine innenstadt und ich bin dann noch zu einem lookout (aussichtspunkt) auf einem hügel paar minuten von der city aus. Schöne aussicht auf das meer gehabt und die stadt.
Dann hab ich erfahren das hier ein wanderweg in der nähe ist. Ein sogenannter farm track. Farm track, weil der weg über eine private farm geht.
Ich bin dann dort auch am nächsten tag hin. Da ich dort hin, zum beginn des wanderweges schonmal gute 45 min gelaufen bin, bin ich nicht ganz so weit gekommen. Der Track ist eigentlich ein rundkurs, aber ich bin nur ca 45 min in die eine richtung gelaufen und dann bin ich umgedreht. Es war einfach zu anstrengend, weil es nur hoch ging ;) Ja da war meine fitness im eimer, trotzdem konnte ich ein paar schöne bilder machen.
Auf dem Rückweg hab ich dann noch einen botanischen garten entdeckt, den ich mir wohl morgen mal angucken gehen werde.


Heute, am Samstag, bin ich mit 6 anderen Deutschen zu den "Rere Rockslide" gefahren. Wie beschreibt man das am besten. Das ist eine riesige natürliche Wasserrutsche :D
Es ist ein Felsen, der ca 30-40m nach unten geht. Also seicht, und dort fließt wasser rüber, weil das der weitere Flusslauf ist. Und dann nimmt man sich ein Wakeboard oder eine Luftmatratze oder so einen gummiring und rauscht dann dort runter.
Das hat echt soooooooooooo spass gemacht, mit das beste erlebnis hier in neuseeland vom spassfaktor :D
Die Landschaft drumherum war auch einfach nur traumhaft.


und da gehts gleich runter... und ab gehts :D

Und sicher unten angekommen


Da das hier mit dem Job auch nicht geklappt hat, werde ich am Montag den bus zurück nach Rotorua nehmen und mich dort dann ein paar Tage umgucken. Also nicht zwecks jobs, sondern zwecks touri sachen ;)
Und dann wird es wohl nach 3 nächten ab nach Wellington gehen und dann auf die südinsel nach blenheim. Dort sieht es wohl ganz gut aus was jobs angeht.

Samstag, 20. November 2010

Wasserfälle, Arbeit und...

... warten!

Ich bin jetzt inzwischen bissl mehr als 2 Wochen in Te Puke. Schön ist es hier nicht. Ich komm zu Fuß nicht an den Strand und auch sonst kann man hier zu Fuß eigentlich gar nichts machen, außer einkaufen zu gehen.
Ich bin mit der Hoffnung hier her hier arbeiten zu können. Dies wurde leider nur teilweise erfüllt.
Aber von Anfang an.
Ich bin ja am Freitag hier angekommen und am Samstag haben wir dann mit Tracy gesprochen und gefragt wie es aussieht mit Jobs. Sie meinte das es jederzeit losgehen könnte mit dem sogenannten "Flower Picking". Zu dem tollen Flower Picking später noch mehr. Wir könnten wohl schon Sonntag oder sonst Montag damit anfangen, sie wartet darauf, das die arbeitgeber anfragen.
Montag hab ich dann seine SMS von Tracy bekommen, in der stand, das ich im Packhouse arbeiten kann. Ich war natürlich super happy, nur ein paar tage auf arbeit hier gewartet zu haben. Ich mich dann fertig gemacht und wir sind insgesamt zu 6. zu dem Packhouse gefahren. Die Firma heißt Aerocool. Dort dann den Zettelkram erledigt, dh vertrag unterschrieben und IRD nr und Bankacc daten hinterlegt und dann ging es gegen 12 Uhr mit dem arbeiten los. Um 12:30 Uhr ist dann Lunch Time und die Pause haben wir dann auch mit gemacht. Während der Pause kam die Supervisor zu uns und meinte: Ja sry ihr könnt wieder nach Hause gehen. Das komplette Packhouse wird geschlossen, weil in Neuseeland irgendwelche Käfer/Bakterien/Viren aufgetaucht sind, die die Kiwipflanzen zerstören und jetzt wird das Packhouse kontrolliert, ob es kontaminiert ist.
Ich hatte also ne ganz halbe stunde gearbeitet und konnte dann wieder zurück zum Hostel... wow super.
Andere kamen auch zurück und hatten dann erstmal keine arbeit mehr.
Es hat sich dann am nächsten Tag herausgestellt, das ein Bakterium (bacterium Pseudomonas syringae pv oder kurs PSA) eingeschleppt worden ist, welches die Kiwipflanzen tötet. Es ist nicht in den Früchten enthalten und auch nicht gefährlich für den Menschen, aber wenn hier die ganzen Kiwipflanzen absterben, ist die Wirtschaft am *******.
Am Mittwoch waren dann fast alle abgereist, weil niemand genau wusste wie schlimm das nun mit den Bakterien ist und wie es hier mit der Arbeit weiter geht. Im Packhouse meinten die zu uns, das wir nächste Woche arbeiten könnten, wenn sich alles geklärt hat.
Ich hatte hier eine ganze woche bis Freitag gebucht und wollte die Tage dann erstmal abwarten. Leider hat sich nichts ergeben und es ist sooooooooooooo öde hier. Wie schon oben geschrieben, man kann hier rein gar nichts machen ohne Auto und ich hab dann vor dem Fernseher/Netbook vor mich hin wegetiert und mir filme/serien angeguckt.
Am Freitag kam dann ein "Kumpel" von Lukas zum Hostel mit seinem Auto. Lukas und Leif hatten sich im Hostel in Auckland kennengelernt und Nr ausgetauscht. Leif war unser Glück, weil wir dadurch am Montag im Packhouse arbeiten konnten. Zwar nicht mit Kiwis, sondern mit Avocados, aber immerhin Arbeit :D

Am Samstag sind wir dann mit Leif und dem Auto ein bisschen durch die Gegend gedüst. Sind zu den hier nahegelegenen Wasserfällen gefahren, den Kaiate Falls. War echt wunderschön und das Wetter hat auch mitgespielt. Strahlend blauer Himmel und keine einzige Wolke in sicht. Danach sind wir noch weiter gefahren, zu den Okere Falls. Auch ein wunderschöner Wanderweg am Fluss entlang, einfach der Wahnsinn.
Danach haben wir noch einen Abstecher zum Strand gemacht. Kann man leider auch nur mit dem Auto hin. War in der Hinsicht ein erfolgreicher Tag und wir waren froh hier endlich mal raus zu kommen. Eigentlich wollten wir dann am Sonntag nach Matamata. Matamata ist ein Ort, wo ein Filmset von der Herr der Ringe Trilogie war und zwar die Hobbithöhlen. Wir haben uns dann am Samstag noch ein wenig darüber belesen und erfahren, das man pro Nase $50 eintritt zahlt um auf das gelände zu kommen. Von dem Hobbitdorf ist in der Hinsicht auch nicht mehr viel übrig, sondern nur noch die Höhlen, aber keine Türen oder ähnliches mehr vorhanden. Wir haben dann beschlossen einen Tag am Strand einzulegen :D





Am Montag sind wir dann früh hoch, weil wir schon um 7 Uhr im Packhouse sein mussten. Ich hatte ja schon letzte Woche den ganzen Zettelkram ausgefüllt, aber die anderen nicht. Um 8 wird nämlich das Fließband gestartet und wenn dann da keiner steht, fallen die ganzen avocados zum schluss auf den boden und das will man ja nicht. Also waren wir ne Stunde früher da, damit alles ganz in ruhe geregelt werden kann.
Um kurz vor 8 wurden wir dann auch zum Fließband gebracht. Wir mussten schöne Handschuhe tragen und eine Kopfhaube. Sahen echt alle sehr lustig aus.
Die arbeit ist in der hinsicht sehr simpel, aber wenn das Fließband schnell eingestellt ist, dann kommste echt ins schwitzen. Es gibt ein großes Fließband in der Mitte, wo die avocados langgefahren werden und dann runtergeschnipst werden auf kleinere Fließbänder die quer zu dem großen laufen. An den kleinen steht man dann und wartet das die avocados von dem kleinen fließband in die Kiste fallen. Dann sotiert man die avocados dort in die kiste ein und schiebt die volle kiste weiter. Das ist die ganze arbeit, aber wenn die avocados da so schnell runterfallen schafft man es manchmal nicht und es staut sich alles.
Um 10 Uhr gabs dann eine kurzse 15 min Pause und um 12:30 Uhr dann eine halbe Stunde Lunch :D Gegen 14 Uhr wurde ich dann von den Avocados weggeholt und bin mit 3 französinnen und einer Spanienerin (auch alle aus dem Hostel) in eine andere Halle geführt worden. Dort durften wir uns dann an einen Tisch tellen und Kiwis antatschen. Dh man bekommt palletten mit insgesamt 232 Boxen an seinen Tisch gefahren und testet dann 96 boxen von jeder Pallette. In jeder Bos sind 36 Kiwis und jede wird rausgenommen und man drückt vorsichtig ob die kiwis noch hart sind. Sind wie Steine. Wenn die weich sind oder schwarze flecken oder so haben, werden sie rausgeschmissen und man füllt die boxen auf.
Also stand ich dort dann und hab kiwis angetatscht... Gegen 16 uhr sind die anderen die noch mit waren zurück zum Hostel gefahren und wir haben bis 20 Uhr gearbeitet. Ich weiß nicht wie viele kiwis ich an dem Tag angefasst habe, aber sollten noch viel mehr werden...
Weil wir 5 mädls durften dann am nächsten tag wieder kommen und von 8 Uhr morgens bis 18 Uhr abends die gleiche arbeit vollführen. Die anderen hatten frei.
Am Mittwoch sind wir dann wieder alle gemeinsam hin und haben wieder Avocados gepackt, ich dann aber 2 Stunden später wieder Kiwis bis 16 Uhr. Dann waren die Avocados und Kiwis fertig, aber wir konnten am Freitag nochmal hin Avocados packen.
Nach getanener Arbeit sind wir am Mittwoch noch ab zum Strand, weil das wetter echt herrlich war. Also sich noch ein bisschen gesonnt und baden gewesen, besser kann man einen Arbeitstag nicht ausklingen lassen :)

Am Donnerstag hab ich dann die Abzocke an arbeit schlecht hin hier ausprobiert. Viele anderen im Hostel konnten mit dem "tollen" Flower Picking anfangen und haben mir schon erzählt was das für eine schlecht bezahlte arbeit ist etc etc etc...
Ich wollte mir davon selber ein Bild machen.
Also sind Leif, Lukas, drei schweden und ich am Donnerstag um 7 Uhr aufgestanden, weil um 7:30 Uhr sollten wir fertig hier beim Hostel auf dem Parkplatz sein, weil uns Abdul, der Arbeitgeber um 8 uhr abholen wollte... Ja wollte... der typ ist aber nicht aufgetaucht, sondern erst um 12 Uhr. Eigentlich hätten wir ihn eiskalt sitzen lassen sollen, aber wir wollten uns das alle mal angucken.
Beim Flower Picking wird man nicht pro stunde wie im packhouse bezahlt, sondern nach Kilo. Man bekommt $5,30 pro Kilo. Und ja es sind blütten, also könnt ihr euch vorstellen, wie viele blütten man flücken muss um mal geld zu verdienen.
Da ich das eher als spass angesehen habe und mir es auch egal war wie viel ich verdiene bin ich wirklich langsam über die felder geschlichen und hab gepflückt was ich so dachte was geht... Nach 5 Stunden hatte ich ganze 2 Kilo zusammen. Also hab ich einen Stundenlohn von $2/Stunde an dem Tag gehabt... zum vergleich, im Packhouse hab ich $12,75 pro Stunde bekommen ;) Dies ist auch der Mindestlohn, den man bekommen MUSS in Neuseeland. Das ist von der Regierung festgelegt, also ist das hier eigentlich schön organisierte schwarzarbeit. Wenn man pro kilo bezahlt wird, muss einem auch der Mindestlohn ganrantiert werden, dh wenn ich jetzt 5 Stunden arbeite und nur 2 kilo flücke, muss er mir die Differenz zwischen dem was ich für die Kilos verdiene und dem mindestlohn bezahlen. Dh anstatt evtl $10 an dem tag zu bekommen, müsste ich 5* $12,75 bezahlt bekommen, dh $63,75.
JEtzt fragt ihr euch bestimmt... Blütten flücken, das klingt gar nicht so schwer.
Eine kleine excursion richtung Bio.
Bei den Kiwipflanzen gibt es männliche und weibliche Bäume. Die weiblichen Bäume tragen schlussendlich die Früchte. Wir wissen ja alle wie das mit den Bienen und Blumen funktioniert... Man pflückt jetzt nur die männlichen Blütten. Abdul meinte zu uns die Kiwibäume sehen so unterschiedlich aus, das man doch erkennen muss, ob das jetzt ein männlicher oder weiblicher baum ist... finde ich jetzt nicht so.
Aber die männlichen Pollen sind hier neuseeland mehr wert als gold. Die Blütten werden getrocknet und die pollen werden dann weiter verarbeitet. Die pollen kann man dann später kaufen und damit seine weiblichen Bäume bestäuben. Es wird hier auch noch mit bienen gemacht, aber wenn man noch etwas künstlich nachhilft, dann hat man eine viel höhere ausbeute an früchten. Deswegen wird das gemacht... aber wie gesagt, abzocke vor dem Herrn.
Freitag waren wir dann nochmal im Packhouse, noch mehr avocados packen, aber leider nur für 3 Stunden. Besser als gar nichts.

Das flower picking hat sich auch von selber erledigt hier, weil die ganzen Felder von Abdul und den anderen jetzt geschlossen worden sind, kein Flower picking mehr wegen den Bakterien. Inzwischen sind 51 Felder positiv auf die Bakterien (PSA) getestet worden. Die Regierung hat jetzt beschlossen das die infizierten Bäume zerstört werden müssen. Das heißt evtl potentielle arbeit für uns, aber darauf will ich mich hier nicht mehr verlassen.

Am liebsten würde ich hier heute schon weg (Samstag), aber leider fährt der Bus nicht. Deswegen hab ich mir gesagt, nimmste halt den Bus am Montag. Ich werde dann nach Gisborne fahren. Gisborne ist an der Ostküste von Neuseeland und dort sind ganz viele Weingüter. Evtl finde ich da ja einen Job. Echt ganz schon doof hier mit den Bakterien etc. Also drückt mir die Daumen dafür.Ich hab jetzt keine lust mehr hier in dem schlechten hostel mein geld zu verpulvern und nichts rein zu bekommen.... aber naja... so ist das nunmal. Da denk ich mir, kann ich lieber an einem schönen ort, zb Gisborne, mein geld lassen hehe. Da hab ich wenigstens Strand und es soll die sonnigste Stadt neuseelands sein :D Und man sieht dort als erstes auf der Welt den Sonnenaufgang. Die Grundbedinungen hören sich ja gar nicht so schlecht an :) Wenn ich da nichts finde, würde ich weiter nach Napier/Hastings. Da soll es ganz viel arbeit geben, aber da sind halt alle hin... Das ist so das Problem. Wenn es da auch nichts geben sollte, würde ich dann doch schon auf die Südinsel rüber, weil es dort jobtechnisch ein wenig besser aussieht. Da findet man definitiv arbeit auf weingütern und sonst fängt dort auch im Dezember schon erntezeit für kirschen an oder so. Ich lass mich überraschen.

So das solls jetzt erstmal von mir gewesen sein...

Samstag, 6. November 2010

Ein Abschied...

... der doch schwer war.

Letzten Dienstag bin ich mit Lukas zusammen von Paihia nach Auckland gefahren. Wir hatten am Abend zuvor eine Farm in der Nähe von Auckland angerufen zum WWOOFen. Die Farm ist bei Mangatawhiri (sprich: Mangatafri). Das ist 40 min südlich von Auckland. Ich hab dann eine Nacht in Auckland verbracht in einem super billigen Hostel. Billig in allen belangen. $18 die nacht in einem 12er Dorm room. Die matratzen waren super durchgelegen, es war laut... beim duschen hab ich meine ganzen klamotten mit geduscht, weil die dusche so gespritz hat etc. Aber das macht ja nichts. Am nächsten Tag sollte ja alles besser werden :)
Um 12:40uhr ging dann unser Bus von Auckland nach Mangatawhiri. Dort wurden wir dann um 14 Uhr von Joy abgeholt. Joy ist die Frau der mit Andrew zusammen das Wineyard gehört. Also die beiden besitzen insgesamt zwei Weinberge. Eines ist direkt am Haus, das andere ca 10min mit dem Auto entfernt. Dort steht aber auch ein kleines häuschen, mit Bad, Küche etc.
Auf der Farm war noch ein anderer WWOOFer: Ethan. Ein amerikaner. Ein super netter Kerl. Er kommt aus Arizona und besucht hier für 3 Monate mit einem normalen VisitoVisum seine Schwester die in Auckland wohnt und arbeitet.
Lukas und ich hatten unser eigenes kleines Haus. Mit Schlafzimmer und Bad und Ethan war in einem anderen Zimmer untergebracht in dem Haus.
Am ersten Tag durften wir dann gleich auch schon richtig schön anpacken. Jetzt ist die Zeit um die Pflanzen von kleinen ablegern an den stämmen zubefreien. Da die Weinpflanzen nur hüfthoch sind, ist man die ganze zeit in gebückter haltung. Aber naja... so ist das harte Landleben halt ;)
Am zweiten Tag durften wir dann die gleiche arbeit wieder verrichten und am Nachmittag, nachdem Lunch, noch ein paar Äste ins Gebüsch zerren, die Andrew mit einer Kettensäge von den umliegenden Bäumen abgesägt hatte.
Am Freitag sind wir dann zu dem anderen Weingut gefahren worden. Es ist noch größer als das beim Haus. Da den ganzen Tag die Sonne schien war die arbeit richtig richtig anstrengend. In der Sonne ist es so warm, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Die ist so stark hier, wie bei uns im Hochsommer. Netter weise konnten wir eine kleine Teepause einlegen. Joy hatte morgens noch so art Muffing für uns gebacken. Joy ist wirklich eine begnadete Köchin. Das lustigste ist: Wir sehen nie wenn sie etwas macht. Es ist einfach da. Die Muffins zb oder jeden Tag frisches selbsgebackenes Brot. Einfach der Wahnsinn...
Gegen 13:30Uhr wurden wir dann von Joy und Andrew wieder abgeholt. Wir wurden denn gefragt, ob wir einem Freund, einen anderen Farmer, dabei helfen wollen, seine Schafe von der Weide einen Weg runterzutreiben zu einem Gehege, weil die Schafe geschorren werden sollten. Wir natürlich Feuer und Flamme: Richtiges Farmleben :D. War dann auch sehr lustig, weil einige Schafe ausgebüchst sind und sich Ethan dann auf eines raufgeschmissen hat. Haben dann noch ein wenig beim scherren zugeguckt. Der Farmer hat erzählt, das der Rekord beim scherren von schafen bei 650 in 48 stunden liegt. Einfach nur der Wahnsinn. Die mussten sich die Schafe auch selber holen etc.
Samstag waren Lukas und ich dann bei einem befreundeten Päärchen von Joy und Andrew Bäume die Auffahrt hoch pflanzen. Das war echt super Anstrengend, aber das Lunch war wieder einfach nur super. Die Frau, Liz, war einfach nur super nett. Und für zwischendurch hatten wir leckere selbstgemacht Schokocookies und zum Lunch gab es dann so Blätterteig mit Ei und Bacon und gemüse etc. Einfach nur der Wahnsinn.
Das ist eh sehr interessant. Wir sind meistens gegen 8 Uhr aufgestanden. Dann gefrühstückt und haben gegen 9 Uhr mit der arbeit angefangen. Dann gab es gegen 13 Uhr immer Lunch. Das war dann mal Brot mit leckeren Aufschnitt, Salat etc. Und Abends um 20 Uhr wurde dann warm gegessen.
Sonntag sind wir aber sehr früh aufgestanden. Um 6 Uhr, weil wir um 7Uhr mit Joy zusammen zu einem Farmers Market gefahren. Sie verkauft dort selbstgemachten Humus, Kaffee und Kakau. Der Kaffee hier ist einfach nur der Wahnsinn. Die kaufen die Kaffeebohnen fair trade und rösten die dann selber. Das ist einfach nur... Dafür finde ich gar keine Worte. Der Wahnsinn :D Da hab ich das Kaffeetrinken wirklich genossen und ihr wisst, das ich eigentlich keinen Kaffee trinke ;)
Montag ging es dann auf dem anderne Wineyard weiter. Also nichts besonderes ;)
Dienstag hat Ethan uns dann verlassen. Er wird wohl am Wochenende mit seiner Schwester hoch zur Nordspitze.
Lukas und ich haben dann nur 3 Stunden auf dem Wineyard am Haus gearbeitet. Sehr einfache arbeit und enspannt.
Mittwoch und Donnerstag sind wir dann nochmal zum anderen wineyard um das dort fertig zu bekommen.
Freitag müssen wir die Farm leider verlassen, weil die nicht genug arbeit für uns haben, leider :(
Ich vermiss die beiden wirklich. Obwohl ich nur 1,5 Wochen dort war. Die beiden war so nette personen und es war so schön dort.
Die beiden habe noch 2 Hunde. Mandy ist eigentlich so eine kleine Fußratte, wie man in Deutschland sagen würde. Aber ein total süßer Hund. Dann haben die noch eine Katze, komplett schwarz. Wirklich kompett schwar. Sie ist sehr sehr scheu, aber wenn dann war sie eine sehr süße Katze. Dann noch einen richtig großen Hahn und drei Hühner. Also die Eier die ich gegessen habe, kamen definitiv von glücklichen Hühnern :)
Joy ist übrigens keine echt neuseeländerin. Sie ist vor 5 Jahren aus den USA nach Neuseeland ausgewandert und hat jetzt mit Andrew zusammen das Weingut. Andrew ist richtiger Neuseeländer. Er hatte echt teilweise einen sehr schweren Akzent.

Am Freitag wurden wir dann von Joy und Andrew nach Bombay gefahren (ja immer noch Neuseeland ;)) und haben von dort den Bus nach TePuke genommen. TePuke (sprich: TePuki) ist im Bay of Plenty und die Hauptstadt der Kiwifrüchte. Wir sind in einem Hostel, die einen arbeit vermitteln können. Derzeit ist das flowerpicking ganz groß. Das heißt man arbeitet auf einem Feld mit Kiwibäumen und flückt dort die schlechten blütten raus. Das werde ich mit 99% wahrscheinlichkeit machen. Ich warte derzeit auf einen Anruf von einem arbeitgeber. Ich werde wohl Montag schon anfangen können. Dann fließt endlich ein wenig geld auf mein Kiwikonto. Die frau hier im Hostel meinte, es kommt drauf an wie schnell man ist, man kann zwischen $50 und $200 am Tag verdienen. Ich mein wenn ich so um die $100 am Tag schaffe ist das schonmal ein sehr gutes Plus in meiner Reisekasse. Also drückt mir die Daumen, das alles glatt geht. Die arbeit wäre dann erstmal für 24-28 Tage und dann auch jeden tag. Aber das würde ich mir dann antun.

So es gab viel zu erzählen, aber da musstet ihr jetzt druch.
Bei Joy und Andrew hatte ich zwar auch Internet, aber es war sehr sehr langsam, weil das halt mitten in der Pampa war.

Grüße aus dem schönen sonnigen Neuseeland

ps. Mein Nacken ist schon braun :D


Dienstag, 26. Oktober 2010

Delfine, Pinguine...

... und immer noch Paihia.

Ich bin immer noch in Paihia. Leider, nein eigentlich nicht. Das Hostel in dem ich bin ist einfach nur Klasse. Super leute, einfach nur lustig, so hab ich mir das Hostelleben vorgestellt ;) Paihia ist eigentlich auch ganz schön, aber ist halt ein typischer Touriort. Mit Strand, teueren Bars und Restaurants und viel außer 2 Walkingtracks und an den Strand gehen kann man hier nicht machen. Der Rest kostet leider.

Eigentlich war ja geplant, dass ich ab Montag in der Nähe von Whangarei auf einer Farm WWOOFe. Am Mittwoch war alles klar, am Freitag wurde mir dann abgesagt. Da ich ja kein eigenes Auto habe, sollte ich am Montag in Whangarei in der Stadt abgeholt werden. Da hier Montag aber ein Feiertag war, sowas wie Tag der Arbeit bei uns, sind die nicht in die Stadt gefahren. Und dann ging es auch gar nicht mehr. Auf meine Frage per Mail, ob es denn Dienstag ginnge kam 2 tage später nur ein: no, sorry.
Ja danke.

Ich hab dann Sonntag noch ca 15 andere WWOOFing Farmen hier in der Nähe abtelefoniert, nur alle sind schon voll und 6 Wochen wartezeit. Ja danke... so viel zeit wollte ich dann doch nicht hier verbringen... Bin dann mit Lukas, den ich im Hostel kennengelernt habe mal hier die Hostel abfragen gegangen, ob die vielleicht jemanden brauchen zum arbeiten gegen unterkunft. Dh man putz dann 2 Stunden morgens im Hostel und kann dann dort umsonst wohnen. Gar nicht so schlecht. In dem Hostel wo ich jetzt bin machen das auch welche und die gehen dann abends noch kellnern oder so und verdienen dann Geld. In so einem Touriort eigentlich sehr clever. Aber leider waren schon alle Hostels voll.
Dann haben wir gestern aber eine Farm ca 40 min südlich von Auckland angerufen und die nehmen uns :)
Dh, das ich heute nach Auckland fahren werde und morgen dann weiter nach Mangatawhiri. Dort holt uns der Farmer dann vom Bus ab und alles ist gut vorerst. Eine Woche sollen wir mindestens bleiben, aber das ist nicht das problem, oder sollte es nicht sein. Meinetwegen bleib ich dort auch 4 Wochen oder so ;)

Da ich ja eigentlich dachte, das ich am Montag Paihia richtung Whangarei verlasse, hab ich eine Bootstour durch die Bay of Island gemacht.
Es war einfach nur fantastisch.
Wir sind morgens um 9:30 Uhr los. Da es Samstag war, hat unser schiff auch noch Postbote gespielt und Briefsäcke zu verschiedenen Inseln gebracht, wo Leute wohnen. Eine Insel, Moturoa, etwas größer, beherbert 20 Schaafsfarmer. Ein andere Insel, die gehört nur 3 Leuten insgesamt und dh, dort stehen auch nur 3 Häuser für die 3 Familien. Auf einer anderen Insel ist ein sehr süßer Hund, Molly. Die geht mit Delfinen schwimmen, wenn die in die Bucht kommen. War echt sehr spannend. Auch was so historisch erzählt wurde etc.
Was ich auch sehr spannend fand, waren die Black Rocks. Das ist eine Felsformation mitten im Wasser, die schwarz ist. Aber wirklich schwarz. Das ist Vulkangestein, also Lava, die an die Erdoberfleche gekommen ist und sofort durch das Wasser abgekühlt ist und deswegen so eine schwarze Farbe hat. Das Gestein ist ein paar Millionen Jahre alt.


Mein Mittagessen hab ich dann auf einer Insel, Urupukapuka, genossen mit super ausblick. Ich saß am Strand und konnte schön auf die Buch gucken und das schöne blaue Wasser erblicken. Der Wahnsinn. Schlussendlich ging es dann noch zum super berühmten Hole in the Rock oder Motukokako in der Maori sprache. Ist halt ein Felsen, mit einem Loch ^^. Hört sich jetzt nicht so spannend an, aber ist echt beeindruckend, vorallem weil mir mit dem Schiff durch das Loch gefahren sind.

Und natürlich hab ich gaaaaaaaaaaanz viele Tiere gesehen.
2 Delfingruppen. Total schöne Tiere und es war ja immer ein Traum von mir Delfine mal in der Natur zu sehen. Einfach nur wunderschön diese Tiere. Es war auch ein junges dabei und die haben dann auch miteinander gespielt, sind aus dem Wasser gesprungen etc.


Dann habe ich einen Pinguin gesehen. Ja einen ganzen ;). War total niedlich, der schwamm mitten im offen Wasser und hat sich geputzt :)


Dann noch 2 Seelöwen, ja sowas gibt es hier auch. Der eine lag wirklich Faul auf seinem Felsen rum und hat sich kein Stückchen gewegt. Der andere war noch ein Jungtier und ist gerade vom Felsen ins Wasser gesrobbt.


Und dann natürlich noch ganz viele verschiedene Vögel. Komorane und Albatrosse. Die Albatrosse haben ja eine Fügelspannweite von bis zu 1,5 Metern. Wirklich beeindruckend, wenn die vom Wasser aus starten. Das dauert eine Weile bis die dann endlich mal in der Luft sind ;)

Was ich noch erzählen muss :) Gestern hab ich mich, seitdem ich Deutschland verlassen habe, endlich mal wieder richtig schön satt gegessen hihi
Neben dem Hostel, wo ich derzeit schlafe ist ein großes Motel/Hotel mit einzelnen Apartments. Und dort kommen regelmäßig große reisebusse an von organisierten touren für das etwas ältere publikum :)
Aber die Betreiber von dem Hotel kommen dann immer auf das Hostel zu, ob nicht ein paar koffer "schleppen" wollen, dh man zieht die meisten trollys einfach in die zimmer, und bekommt dafür dann entweder ein dinner oder breakfest umsonst. Das ist immer ein großes Buffet in dem Hoteleigenen restaurant, was sonst so $33,50 kostet! Ich hab mit lukas und sky am Samstag mitgeholfen und wir waren dann zu dritt gestern Abend beim Buffet. Wow war das gut. Richtiges fleisch, also so ein schönes Steak und ganz viele verschiedene Salate... Sogar getränke umsonst :D und die hatten dort soooooooooooooooooooo gutes sushi, das war der Wahnsinn. Muschlen etc gab es auch alles... einfach nur der Wahnsinn. Dann noch eis und so kleine käsekuchen zum nachtisch... meine güte war ich satt ^^ Und dafür, die koffer in die zimmer zu ziehen einfach nur genial. Das war ein aufwand von ca 20 min... wahrscheinlich nicht mal hehe
Also gab es gestern abend mal was anderes als Nudeln mit Tomatensoße hihi