Hamburg / Germany
Annika
warum ich grinse...? Kopfkino!


Like all great travellers
I have seen more than I remember
and remember more than I have seen.

Benjamin Disraeli
Auckland / New Zealand
 

Samstag, 6. November 2010

Ein Abschied...

... der doch schwer war.

Letzten Dienstag bin ich mit Lukas zusammen von Paihia nach Auckland gefahren. Wir hatten am Abend zuvor eine Farm in der Nähe von Auckland angerufen zum WWOOFen. Die Farm ist bei Mangatawhiri (sprich: Mangatafri). Das ist 40 min südlich von Auckland. Ich hab dann eine Nacht in Auckland verbracht in einem super billigen Hostel. Billig in allen belangen. $18 die nacht in einem 12er Dorm room. Die matratzen waren super durchgelegen, es war laut... beim duschen hab ich meine ganzen klamotten mit geduscht, weil die dusche so gespritz hat etc. Aber das macht ja nichts. Am nächsten Tag sollte ja alles besser werden :)
Um 12:40uhr ging dann unser Bus von Auckland nach Mangatawhiri. Dort wurden wir dann um 14 Uhr von Joy abgeholt. Joy ist die Frau der mit Andrew zusammen das Wineyard gehört. Also die beiden besitzen insgesamt zwei Weinberge. Eines ist direkt am Haus, das andere ca 10min mit dem Auto entfernt. Dort steht aber auch ein kleines häuschen, mit Bad, Küche etc.
Auf der Farm war noch ein anderer WWOOFer: Ethan. Ein amerikaner. Ein super netter Kerl. Er kommt aus Arizona und besucht hier für 3 Monate mit einem normalen VisitoVisum seine Schwester die in Auckland wohnt und arbeitet.
Lukas und ich hatten unser eigenes kleines Haus. Mit Schlafzimmer und Bad und Ethan war in einem anderen Zimmer untergebracht in dem Haus.
Am ersten Tag durften wir dann gleich auch schon richtig schön anpacken. Jetzt ist die Zeit um die Pflanzen von kleinen ablegern an den stämmen zubefreien. Da die Weinpflanzen nur hüfthoch sind, ist man die ganze zeit in gebückter haltung. Aber naja... so ist das harte Landleben halt ;)
Am zweiten Tag durften wir dann die gleiche arbeit wieder verrichten und am Nachmittag, nachdem Lunch, noch ein paar Äste ins Gebüsch zerren, die Andrew mit einer Kettensäge von den umliegenden Bäumen abgesägt hatte.
Am Freitag sind wir dann zu dem anderen Weingut gefahren worden. Es ist noch größer als das beim Haus. Da den ganzen Tag die Sonne schien war die arbeit richtig richtig anstrengend. In der Sonne ist es so warm, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Die ist so stark hier, wie bei uns im Hochsommer. Netter weise konnten wir eine kleine Teepause einlegen. Joy hatte morgens noch so art Muffing für uns gebacken. Joy ist wirklich eine begnadete Köchin. Das lustigste ist: Wir sehen nie wenn sie etwas macht. Es ist einfach da. Die Muffins zb oder jeden Tag frisches selbsgebackenes Brot. Einfach der Wahnsinn...
Gegen 13:30Uhr wurden wir dann von Joy und Andrew wieder abgeholt. Wir wurden denn gefragt, ob wir einem Freund, einen anderen Farmer, dabei helfen wollen, seine Schafe von der Weide einen Weg runterzutreiben zu einem Gehege, weil die Schafe geschorren werden sollten. Wir natürlich Feuer und Flamme: Richtiges Farmleben :D. War dann auch sehr lustig, weil einige Schafe ausgebüchst sind und sich Ethan dann auf eines raufgeschmissen hat. Haben dann noch ein wenig beim scherren zugeguckt. Der Farmer hat erzählt, das der Rekord beim scherren von schafen bei 650 in 48 stunden liegt. Einfach nur der Wahnsinn. Die mussten sich die Schafe auch selber holen etc.
Samstag waren Lukas und ich dann bei einem befreundeten Päärchen von Joy und Andrew Bäume die Auffahrt hoch pflanzen. Das war echt super Anstrengend, aber das Lunch war wieder einfach nur super. Die Frau, Liz, war einfach nur super nett. Und für zwischendurch hatten wir leckere selbstgemacht Schokocookies und zum Lunch gab es dann so Blätterteig mit Ei und Bacon und gemüse etc. Einfach nur der Wahnsinn.
Das ist eh sehr interessant. Wir sind meistens gegen 8 Uhr aufgestanden. Dann gefrühstückt und haben gegen 9 Uhr mit der arbeit angefangen. Dann gab es gegen 13 Uhr immer Lunch. Das war dann mal Brot mit leckeren Aufschnitt, Salat etc. Und Abends um 20 Uhr wurde dann warm gegessen.
Sonntag sind wir aber sehr früh aufgestanden. Um 6 Uhr, weil wir um 7Uhr mit Joy zusammen zu einem Farmers Market gefahren. Sie verkauft dort selbstgemachten Humus, Kaffee und Kakau. Der Kaffee hier ist einfach nur der Wahnsinn. Die kaufen die Kaffeebohnen fair trade und rösten die dann selber. Das ist einfach nur... Dafür finde ich gar keine Worte. Der Wahnsinn :D Da hab ich das Kaffeetrinken wirklich genossen und ihr wisst, das ich eigentlich keinen Kaffee trinke ;)
Montag ging es dann auf dem anderne Wineyard weiter. Also nichts besonderes ;)
Dienstag hat Ethan uns dann verlassen. Er wird wohl am Wochenende mit seiner Schwester hoch zur Nordspitze.
Lukas und ich haben dann nur 3 Stunden auf dem Wineyard am Haus gearbeitet. Sehr einfache arbeit und enspannt.
Mittwoch und Donnerstag sind wir dann nochmal zum anderen wineyard um das dort fertig zu bekommen.
Freitag müssen wir die Farm leider verlassen, weil die nicht genug arbeit für uns haben, leider :(
Ich vermiss die beiden wirklich. Obwohl ich nur 1,5 Wochen dort war. Die beiden war so nette personen und es war so schön dort.
Die beiden habe noch 2 Hunde. Mandy ist eigentlich so eine kleine Fußratte, wie man in Deutschland sagen würde. Aber ein total süßer Hund. Dann haben die noch eine Katze, komplett schwarz. Wirklich kompett schwar. Sie ist sehr sehr scheu, aber wenn dann war sie eine sehr süße Katze. Dann noch einen richtig großen Hahn und drei Hühner. Also die Eier die ich gegessen habe, kamen definitiv von glücklichen Hühnern :)
Joy ist übrigens keine echt neuseeländerin. Sie ist vor 5 Jahren aus den USA nach Neuseeland ausgewandert und hat jetzt mit Andrew zusammen das Weingut. Andrew ist richtiger Neuseeländer. Er hatte echt teilweise einen sehr schweren Akzent.

Am Freitag wurden wir dann von Joy und Andrew nach Bombay gefahren (ja immer noch Neuseeland ;)) und haben von dort den Bus nach TePuke genommen. TePuke (sprich: TePuki) ist im Bay of Plenty und die Hauptstadt der Kiwifrüchte. Wir sind in einem Hostel, die einen arbeit vermitteln können. Derzeit ist das flowerpicking ganz groß. Das heißt man arbeitet auf einem Feld mit Kiwibäumen und flückt dort die schlechten blütten raus. Das werde ich mit 99% wahrscheinlichkeit machen. Ich warte derzeit auf einen Anruf von einem arbeitgeber. Ich werde wohl Montag schon anfangen können. Dann fließt endlich ein wenig geld auf mein Kiwikonto. Die frau hier im Hostel meinte, es kommt drauf an wie schnell man ist, man kann zwischen $50 und $200 am Tag verdienen. Ich mein wenn ich so um die $100 am Tag schaffe ist das schonmal ein sehr gutes Plus in meiner Reisekasse. Also drückt mir die Daumen, das alles glatt geht. Die arbeit wäre dann erstmal für 24-28 Tage und dann auch jeden tag. Aber das würde ich mir dann antun.

So es gab viel zu erzählen, aber da musstet ihr jetzt druch.
Bei Joy und Andrew hatte ich zwar auch Internet, aber es war sehr sehr langsam, weil das halt mitten in der Pampa war.

Grüße aus dem schönen sonnigen Neuseeland

ps. Mein Nacken ist schon braun :D


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen