... Milford Sound und anderes!
Am Montag bin ich vom Franz Josef Gletscher weiter an der Westküste runter nach Wanaka gefahren. Wanaka liegt aber wiederum ein wenig im Landesinneren. Wanaka liegt direkt am Lake Wanaka. Im Sommer ist der See ein beliebtes Ziel, im Winter die umliegenden Skigebiete. Da ich im Herbst da war, war es ruhig. Ich bin am Dienstag ein wenig am See entlang gegangen und hab die Landschaft und Ruhe genossen. Mehr hab ich auch nicht gemacht ;)
Am Mittwoch bin ich dann nach Queenstown gefahren. Queenstown hat gerade mal 10.000 Einwohner, aber die hälfte der Stadt besteht aus Kneipen. Dafür ist Queenstown auch berühmt. Ich bin erstmal halb gestorben auf dem Weg zum Hostel. Mein Hostel lag an einem Hang... Keine Ahnung wie viel % Steigung die Straße hatte, aber es war definitiv im zweistelligen bereich und dann noch mit meinem ganzen Gepäck *ächz* Aber ich habs ja überlebt ;)
Donnerstag hab ich mir Queenstown ein wenig angeguckt und ja. Ist ganz nett. Aber mehr auch nicht für mich. Keine Ahnung, ob es daran liegt, das ich evtl alleine unterwegs bin oder ob ich einfach den Charme nicht entdeckt habe. Keine Ahnung. Später hab ich dann den besten Burger Neuseelands bei Fergburger gegessen und er war echt gut.
Ich war noch in einem Vogelpark der... ja... wie beschreibt man das am besten?! Sehr klein war (wie die 'Städte' in Neuseeland ^^), aber dafür war der Eintritt teuer. In 45 min ich rum und ich bin langsam gegangen, ABER ich hab einen lebenden Kiwi gesehen. Und der Eintritt wird vorallem dafür verwendet die Kiwis weiter zu züchten und vor den Aussterben zu bewahren. Mir war gar nicht bewusst, das Kiwis so groß sind. Sind so groß wie ein Hühnchen (und ich weiß jetzt wer bei dem Wort Hühnchen lacht :P).
Um mal ein paar zahlen zu nennen. Bevor die Besieldung Neuseelands vor ca 250 Jahren begonnen hat, haben hier in Neuseeland ca 15.000.000 Kiwis gelebt. Heute sind es nur noch 70.000. Hört sich jetzt erstmal gar nicht so schlimm an, 70.000. Aber die 70.000 verteilen sich auf 5 verschiedene Kiwiarten. Und von zb einer Art die an der Westküste der Südinsel lebt gibt es nur noch ca 150 Tiere.
Am Freitag bin ich dann mit Miriam, die in meinem Zimmer im Hostel war, auf den Bob's Peak mit der Gondel gefahren. Ist ein Berg direkt bei Queenstown und man hat eine fantastische Aussicht. Wir sind dann noch auf der Spitze ein wenig rumgelaufen, haben den Paragleidern beim starten zugeguckt und haben die Aussicht genossen. Später waren wir dann noch Pizza essen und dann bin ich auch früh ins Bett, weil mein Bus am nächsten tag um 7 Uhr gefahren ist.
Es ging nach Te Anau. Te Anau liegt am Lake Te Anau (wie ihr merkt haben sie es hier mit den Namen und Seen ;)) und der Lake Te Anau ist der zweit größte See Neuseelands nach dem Lake Taupo auf der Nordinsel.
Ich hab abens noch eine Tour zu den Glowworm Caves (Glühwürmchen Höhlen) gemacht. Sehr spannend und das spannend ist ernst gemeint!
Ich habe viel über die Glühwürmchen gelernt, was ich vorher noch nicht wusste. Aber erstmal zu der Höhle selber. Die Höhle hier am Lake Te Anau ist noch sehr sehr jung, ca 12.000 Jahre alt. Und die Höhle wächst noch weiter! Durch die Höhle fließt ein Fluss, der leicht säurehaltig ist und so weiter den Stein abträgt und den Kalkstein auflöst und so wächst die Höhle ständig. Da die Höhle auch noch so jung ist, gibt es keine Stalagmiten oder Stalagtiten. Die brauchen etwas länger um zu wachsen.
Die Höhle ist insgesamt ca 7km lang, wir sind gerade mal 200 m weit rein.
Am Ende setzt man sich in ein Boot und der Guide zieht einen dann weiter rein. Es ist dann komplett dunkel und dann guckt man nach oben und es sieht aus wie ein Sternenhimmel. Überall sind leuchtende Punkte zu sehen. Der Wahnsinn. Das war echt sowas von beeindruckend.
Und jetzt noch ein paar Klugscheißerfakten zu den Glühwürmchen ;)
Je hungriger ein Glühwürmchen, desto heller leuchtet es. Und im übrigen essen bei dieser Glühwürmchen art hier nur die Larven etwas. Die erwachsenen Tiere, die aussehen wie etwas größere Mücken haben gar keine Mundwerkzeuge mehr um zu essen. Die erwachsenen Weibchen leben bis zur Eiablage, die Männchen ca 5 Tage. Die erwachsenen Tiere Leuchten auch noch, aber nur um das andere Geschlecht anzulocken.
Das Leuchten ist allerdings nur ein Nebenprodukt der Ausscheidungen. Es ist eine chemische Reaktion mit dem Enzym Luziferase.
Und jetzt noch etwas zu den Larven. Die Larven spinnen Fäden, die von der Decke in die Höhle reinhängen. An diesen Fäden sind kleine Tropfen die klebrig sind. Kann man sich wie Spinnenseide vorstellen. Dann sitzen die larven an der Decke und leuchten und Insekten die jetzt in der höhle rumfliegen, denken zb es sei der Himmel, fliegen nach oben und verfangen sich dann in den klebrigen Fäden. So fangen die Larven ihr Futter.
Alles in allem ein sehr interessanter Ausflug.
Am Sonntag bin ich dann zum Milford Sound gefahren. Auf diese Tour freu ich mich eigentlich schon seit Monaten, weil alle sagen, es ist DAS highlight einer Neuseelandreise.
Der Milford Sound liegt im Fjordland National Park und zählt zum UNESCO Weltkulturerbe.
Von Te Anau führt nur eine Straße bis zum Milford Sound, von wo man dann meistens noch ein Schiff nimmt um eine Tour durch den Milford sound zu machen.
Und alleine schon die Straße von Te Anau bis zum Milford Sound ist der Wahnsinn. Unser Busfahrer meinte, er findet, die Strecke ist schöner und beeindruckender als zum Grand Canyon in Arizona. Und er ist die Strecke schon x mal gefahren!
Als wir Te Anau verlassen haben, haben wir das erste mal im Eglinton Valley halt gemacht. Es ist eine Ebene und man sieht im Hintergrund langsam schon die Berge.
Der nächste Stop war dann bei den Mirror Lakes. Und warum die so heißen, könnt ihr auf meinen Fotos sehen. Der Tag war perfekt, kein Wind oder Regen, nur ein paar Enten haben die Ruhe der Wasseroberfläche gestört, aber da die Enten vom aussterben bedroht sind, will ich mal nicht meckern ;) (sry für meinen sarkasmus).
Dort ging es dann weiter bis zum MonkeyCreek/Lyttle's Flat von wo man einen schönen Ausblick auf den Upper Hollyford und die Darren Mountains hat.
Dann ging es durch den Homer Tunnel (bin ich die einzige die bei den Namen an die Simpsons denken muss?) der 1,2km lang ist und auf der anderen Seite erwartet einen ein fantastischer Anblick. Unser Busfahrer meinte zu uns, macht die augen zu und als wir dann aus dem Tunnel raus waren. Ja einfach der Wahnsinn. Ich kanns gar nicht beschrieben.
Dann gab es noch einen Stop an den Chasm. The Chasm sind beeindruckende Feslformationen, die durch den Cleddau River entstanden sind.
Dann waren wir schlussendlich auch am Milford Sound angekommen und haben uns auf unser Schiff begeben.
Sofort fällt einem ein Berg ins Auge, der Mitre Peak. Laut dem Guide, der meist fotografierteste Berg Neuseelands ;)
Und ja... der Milford Sound ist einfach nur Wahnsinn. Diese Landschaft... ich kann es eigentlich gar nicht beschreiben, oder was heißt eigentlich? Ich kann es nicht beschreiben. Es ging an Bergen und Wasserfällen vorbei bis zur Tasman Sea. Auf dem Weg haben wir noch ein paar Seelöwen gesehen und manchmal kann man sogar Delfine sehen.
Aber guckt euch einfach die Bilder an ;)
Morgen geht es nach Dunedin bis Freitag, mal wieder ein wenig Großstadtluft schnuppern (110.000 Einwohner).















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